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Breivik

Breivik ist ein idyllischer kleiner Ort auf dem Nordufer des Breivikfjordes, genau zwischen Sørvær und Breivikbotn gelegen und etwa 30 km von Hasvik entfernt. Bei der ersten Volkszählung in der Finnmark im Jahre 1520 lebten hier vier Familien.


Breivik
Copyright © 2003, Roxrud Reklamebyrå

Heute wohnen nur noch etwa 15 Menschen ganzjährig in Breivik, aber weil mehrere hier ihr Sommmerhaus haben, steigt die Einwohnerzahl während des kurzen Sommers stark an.

Breivik ist ein alter Fischerort und Handelsplatz. In früheren Zeiten fanden hier auch "Ting"-Versammlungen statt. In alten Schriften wird der Ort mit seine vorgelagerten Fischgründen als eines der besten Fischerdörfer in der gesamten Finnmark erwähnt.

Bevor im Jahr 1911 die Mole in Breivik errichtet wurde, waren die Arbeitsumstände für die Fischer hier unvorstellbar hart: nach der kräftezehrenden täglichen Arbeit mussten die Boote den Strand hinaufgezogen werden. Bis zu 300 Fischer mit den für Nordnorwegen typischen, bis zu 13 m langen Ruderbooten hatten hier in früheren Zeiten ihren Heimathafen. Im Sommer 1911 wurde mit dem Bau der Mole in Breivik begonnen, die im Jahr 1926 fertiggestellt wurde.

Wie der übrige Teil der Finnmark, wurde auch Breivik von der deutschen Besatzungsmacht im Herbst 1944 niedergebrannt. Zu dieser Zeit wohnten 20 Familien im Ort. Sechs von ihnen liessen sich von den Deutschen zwangsevakuieren, doch der Rest versteckte sich in Höhlen und Hütten. 

Im Februar 1945 waren diese Familien unter den 502 Menschen, die von vier englischen Zerstörern abgeholt und nach Murmansk gebracht wurden. Dort wurden sie auf allierte Handelsschiffe verteilt, auf denen sie am 28. Februar 1945 nach Glasgow gelangten.

Nach der Befreiung Norwegens 1945 kehrten sie nach Breivik zurück -der Ort lag in Schutt und Asche. Breivik wurde wieder aufgebaut, es wurden Häuser, eine neue Fischanlandestation, eine Schule mit Lehrerwohnung, ein Bethaus, ein Gemeinschaftshaus, ein Wasserwerk und eine Elektrizitätsversorgung errichtet. 

Ein starker Sturm zerstörte 1948 große Teile der Mole in Breivik. Ein Antrag auf Ausbesserung wurde abgelehnt, aus diesem Grunde erfolgte im Jahre 1957 nur eine teilweise Reperatur der Mole.


Breivik
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1968 legten die Behörden den Bewohnern von Breivik die Umsiedlung nahe, und viele zogen fort. Dieser Trend änderte sich kurz im Jahre 1977, als Rolf und Helga Hansen ein Lebensmittelgeschäft und eine Fischanlandestation eröffneten.

Heute wird hier kein Fisch mehr angelandet, und das Geschäft ist geschlossen.