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Die Kvithell-Höhle

Die Kvithell-Höhle liegt etwa 6 km vom Ort Hasvik entfernt. Der Beginn des Weges, der zur Höhle hinabführt, ist durch ein von der Hauptstrasse 882 aus gut sichtbares Schild gekennzeichnet. Vom Schild bis hinab zur Höhle sind es etwa 10 Gehminuten.

Kvithellan - Copyright © 2003, Anne Olsen-Ryum
Diese Höhle diente im Kriegswinter 1944/ 45 für einen Zeitraum von 99 Tagen 35 Menschen als Zufluchtsort. Die Frauen und Kinder verliessen die Höhle in dieser Zeit so gut wie gar nicht, während die Männer für Lebensmittel und andere Lebensnotwendigkeiten sorgten und über das Radio verbreitete Neuigkeiten verfolgten.

Unweit von der Höhle hatten sie ein kleines Boot versteckt, so daß es ab und zu auch Kochfisch zu essen gab. Die Höhle hat kaum tiefere Stellen und bietet nur geringen Schutz vor Wind und Wetter. Die Kinder hielten sich im innersten Teil der Höhle auf, während die Erwachsenen ständig den Wasserstand beobachteten, um vor unerwartetem Hochwasser sicher zu sein. Der Zusammenhalt unter den Höhlenbewohnern war gut, auch wenn es sich nicht umgehen liess, daß es gelegentlich zu kleineren Konflikten kam.

Am 10. Juli 1994 enthüllte die älteste noch lebende Höhlenbewohnerin, Gudrun Nilsen aus Breivikbotn, eine Gedenktafel, die von der Geschichtsgesellschaft Hasvik in der Höhle angebracht worden war.

Jedes Jahr während der „Sørøydagene“ veranstaltet die Geschichtsgesellschaft Hasvik ein Konzert in der Kvithell-Höhle , und die nähere Umgebung ist ein beliebtes Ausflugsziel in den hellen und warmen Sommernächten.

Da fällt es schwer, sich vorzustellen, wie die 35 Höhlenbewohner Weihnachten 1944 erlebten. Aber auch Heiligabend 1944 wurden ,wie gewöhnlich, Weihnachtslieder gesungen, und Groß und Klein gingen um einen mit Wacholderzweigen versehenen Besenstiel, der als Weihnachtsbaum diente