
Sandvika
Copyright © 2003, Anne Olsen-Ryum
Sandvika ist bei Einheimischen und Touristen
gleichermaßen beliebt; hier findet man einen unbefestigten Parkplatz, einen
Spielplatz für Kinder, einen Grillplatz mit Bänken, ein Toilettenhäuschen und
Abfalleimer, außerdem zum Camping freigegebene Bereiche.Falls das Wetter es
erlaubt, kann man hier auch ausgezeichnet baden.
Für Sandvika gelten besondere Vorschriften,
so ist z.B. das Zelten und Campen nur für maximal zehn Tage hintereinander
gestattet und Hunde müssen vom 1. April bis 1. September an der Leine geführt
werden. Bei allen Freizeitaktivitäten ist Rücksicht auf Mitmenschen und Natur
zu nehmen, Abfall ist in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen.
Heutzutage wohnt hier niemand mehr, aber in
früheren Zeiten war Sandvika ein belebter Ort: von Mitte des 18. bis Anfang des
19. Jahrhunderts war Sandvika ein Fischerdorf mit einem Geschäft und
Fischanlandung. In dem kleinen Ladenerhielt man die notwendigsten Waren:
Kaffee, Zucker, Mehl und Kautabak. Damals wohnten 5 Familien in Sandvika.
Es gab weiterhin 12 einfache Fischerhütten
(rorbuer"), in denen Fischer, hauptsächlich aus der Region Troms (Lyngen und
Skjervøy) stammend, jedes Jahr wohnten. Sie kamen hierher, um an der
traditionellen Laichdorschfischerei im Breivikfjord teilzunehmen.
Von Februar
bis Ostern, während der Wintersaison, lagen hier ca. 30 Segelboote, zusätzlich
zu den einheimischen Booten. Der Inhaber des Ladens kaufte den gefangenen Fisch
auf, der entweder eingesalzen oder zum Trocknen auf großen Gerüsten aufgehängt
wurde. Es gab außerdem eine Trankocherei im Ort.
Die Menschen in Sandvika betrieben neben der
Fischerei auch Landwirtschaft. Bei einer Volkszählung im
Jahr 1875 besaßen die Leute in Sandvika 5 Kühe, 3 Kälber, 24 Schafe und 1
Schwein, später wurde auch noch ein Pferd angeschafft.
Ab ca. 1910 ebbten die wirtschaftlichen
Aktivitäten in Sandvika zusehends ab, und ungefähr im Jahr 1916 war völlige
Ruhe eingekehrt. Alle Fischer von auswärts fischten jetzt von Breivikbotn aus.
Dort gab es einen etablierten Fischumschlagplatz und bessere Bedingungen als in
Sandvika.
Während des Zweiten Weltkrieges wurden alle Gebäude in
Sandvika von den deutschen Truppen niedergebrannt, aber beide dort vor der
Zwangsevakuierung ansässigen Familien bauten ihre Häuser nach dem Krieg wieder
auf.
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