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Sørvær

In dem kleinen Fischerdorf Sørvær, ungefähr 40 Kilometer von Hasvik entfernt, leben etwa 200 Menschen. Während der ersten Volkszählung in der Finnmark im Jahre 1520 wohnten 31 Familien in Sørvær. Im Jahre 1697 lebten nur noch 2 Männer in Sørvær, aber 1875 war die Bevölkerungzahl bereits wieder auf ungefähr 45 Personen angestiegen, damals lebten 10 Familien im Ort.


Sørvær
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1888 lebten 11 Familien im Ort, daneben boten 16 „rorbuer" (einfache, auf Pfählen errichtete Hütten) Platz für 192 Personen. Der Handelsplatz Sørvær wurde von Henrich Cristian Floer gegründet, er erhielt die behördliche Genehmigung am 5. Juni1818 gegen eine jährliche Abgabe von 12 Talern. 

Von 1880 bis 1899 betrieb die Walfanggesellschaft „Finnmarken" unter der Leitung von Svein Foyn eine Walfangstation auf Sørvær. Alle dort angestellten Arbeiter kamen aus Tønsberg in der Nähe von Oslo. Die Arbeit in der Walfangstation war reine Saisonarbeit, die Walfänger kamen im Frühjahr und reisten im Herbst wieder ab. 

Wie die restliche Finnmark wurde auch Sørvær im Jahre 1944 von den deutschen Besatzungstruppen niedergebrannt. Als die Einwohner kurz nach Kriegsende in den Ort zurückkehrten, war ein Plumpsklo das einzige unversehrte Gebäude. Die Stadt Hamar in Südostnorwegen war die erste Stadt, die eine Aktion zum Wiederaufbau Nordnorwegens nach dem Zweiten Weltkrieg begann.

Der Regierungspräsident der Finnmark, Gabrielsen, schlug vor, daß Sørvær die Hilfe aus Hamar nutzen sollte. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung in Hamar war gross, so wurde beispielsweise Material zum Hausbau geliefert und die Bevölkerung in Hamar unterstützte den Bau von Wasserwerk und Gemeinschaftshaus sowie die Ausbildung der Jugend in Sørvær durch Spenden. 1946 kauften die Brüder Johnsen Alvestad 12.000 Quadratmeter Bauland, und die dort errichteten 11 Häuser erhielten den Namen „Hamar-Häuser". 

Sørvær ist immer ein typisches Fischerdorf gewesen, ein Großteil der Bevölkerung ist vom Meer abhängig. Der Ort liegt auf drei kleinen, kahlen Inseln, Landwirtschaft ist hier so gut wie unmöglich. Die Fischerei ist hier mit Abstand der wichtigste Erwerbszweig.

Der Dialekt in Sørvær unterscheidet sich von den übrigen Dialekten auf der Insel und ähnelt dem aus der Region Nord-Troms. Dies geht darauf zurück, daß im Zuge der traditionellen Laichdorschfischerei viele Fischer aus weiter südlich gelegeneren Landstrichen nach Sørvær kamen. 

In Verbindung mit den Die Sørøytage im Juli eines jeden Jahres wird in Sørvær ein Meeresangelwettbewerb durchgeführt. Dieser Wettbewerb findet an zwei Tagen statt, und sowohl einheimische als auch zugereiste Sportangler nehmen daran teil. In dieser Zeit ist der kleine Ort von Feststimmung und munterem Treiben geprägt! 

In Sørvær findet man den einzigen Friseursalon der Insel, außerdem verfügt der Ort über ein Lebensmittelgeschäft. Sørvær Gjestehus bietet neben Übernachtungsgelegenheiten auch ein Restaurant mit angeschlossenem Pub und Bar mit allen Schankrechten.


Copyright © 2003, Anne Olsen-Ryum


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